MZ v. 31.07. Seite 8 - Link zum Online-Beitrag bei der MZ

Frau Petasch zeichnet ein sehr unverbindliches Stimmungsbild der DDR aus Herrn Zollers Sicht. Derlei kann immer nur subjektiv sein. An objektiven Tatsachen erfährt man dagegen kaum Belastbares. Wie soll sich da der Unbefangene ein realistisches Bild machen anstatt ein Vorurteil zu gewinnen? Was ist Sinn und Zweck solcher Darstellung?

Die von ihr und Herrn Zoller gefeierte Reise- und Ausreisefreiheit der BRD ist gut; das ist besser als in der DDR. Ist man dann kein Niedriglöhner, prekär Beschäftigter, Hartz-IV-Betroffener oder sonst schuldlos Armer, steht den hoffentlich erfreulichen Reiseerlebnissen nichts weiter entgegen; gut so.

Die Überwachung der Bürger durch die Sicherheitsorgane freilich ist heute wohl anscheinend unauffälliger, doch deutlich intensiver und umfassender als in der DDR. Spätestens seit Mister Edward Snowdens Enthüllungen ist dies wohlbekannt. Obwohl damit teilweise deutsches Recht ganz offenkundig verletzt wird, erkennt der Generalbundesanwalt hier allerdings keinen Ermittlungsansatz. Das finde ich mehr als ärgerlich. Dagegen helfen bei mir keine Geschichten über die Überwachung in der DDR.

P. Moser

   
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