Leserbrief zum Artikel "Stadtentwicklung in Zeitz: Wohnungsleerstand wird größer" Mitteldeutsche Zeitung vom 13.10.2015, Lokalausgabe Zeitz

Der Leerstand in Zeitz-Ost ist im Gegensatz zum innenstädtischen Leerstand sehr gering. Das sagt viel darüber aus, wo die Menschen gern wohnen. Wurden also jahrelang Fehlentscheidungen getroffen, als man in Zeitz-Ost großzügig abriß? Glaubte man ernsthaft, die Menschen würden sich dann eher für Innenstadt-Altbauwohnungen interessieren? Mit obendrein deutlich weniger Grünanlagen und unabänderlich höheren Verkehrsbelastungen? Oder wurden bevorzugt wirtschaftliche Begehrlichkeiten interessierter Kreise bedient anstatt den Wohnbedürfnissen weitester Teile der Einwohnerschaft zu genügen? Der Bevölkerungsrückgang spricht eine deutliche Sprache. Da kehrt man Zeitz lieber den Rücken, als ist eine alte „Hornzsche“ zu ziehen. Die Konzeption des Schrumpfens von Außen nach Innen ist gescheitert. Erfolgreicher Stadtumbau funktioniert anders – da ist den Ansprüchen der Bewohner zu genügen gegenüber den Geschäftsinteressen einer winzigen Minderheit. Die Abrißbirne muß wohl eher die unbeliebten Wohnungen der Innenstadt treffen.

ORTZ

   
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