Am 01.12.2014 erschien abermals ein Artikel über den angeblichen Unrechtsstaat DDR in der Mitteldeutschen Zeitung (MZ) (siehe auch hier), der sich in eine lange Reihe derartiger unsäglicher Machwerke einreiht. Wir zitieren kurz daraus:

Bahnchef entschuldigt sich bei Opfern

Die Deutsche Bahn stellt sich der Vergangenheit der DDR-Reichsbahn: Konzernchef Rüdiger Grube hat ehemalige Zwangsarbeiter am Samstag bei einem Treffen mit Opfervertretern in Berlin um Entschuldigung gebeten. Die Opfer litten auch heute noch unter den Folgen der Zwangsarbeit, erklärte der Bundesvorsitzende der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft (UOKG), Rainer Wagner. Es sei offensichtlich, dass Unrecht geschehen sei, sagte Grube. Dafür bitte er im Namen der Deutschen Bahn AG um Entschuldigung - unabhängig davon, wer juristisch Nachfolger der Reichsbahn sei.“

Folgende Erwägung betrifft all jene, deren „Rechtsbewußtsein“ zu ähnlichen Schlüssen gelangt:

Nach herrschender Meinung war die DDR ein Unrechtsstaat. Dem stimmt u. a. neben dem UOKG auch Bahnchef Grube zu. Wäre es dann nicht folgerichtig und jedenfalls grundanständig, wenn alle Befürworter solchen Urteils über die DDR ihre sämtlichen akademischen Graduierungen aufgäben, sofern sie jene in der DDR als Rechtswissenschaftler (Juristen) oder Staatsrechtler (Politikwissenschaftler) erwarben? Hier in Zeitz beträfe dies beispielsweise sogar den Herrn Oberbürgermeister.

Peter Moser

 

Dieser Text wurde zeitnah auch als Leserbrief an die MZ gesandt. Erwartungsgemäß wurde er nicht veröffentlicht.

   
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