Mit Blick auf die laut Grundgesetz unantastbare Menschenwürde sollen Hartz-IV-Betroffene nicht unter Mangelernährung und sozialer Isolation leiden müssen. Darum ist der Hartz-IV-Eckregelsatz auf mindestens 500 € monatlich anzuheben, zuzüglich der Kosten für Unterkunft und Heizung. Zudem ist der gesetzliche Mindestlohn auf zumindest 10€/Stunde lohnsteuerfrei aber sozialabgabenpflichtig zu erhöhen, um einen Mehrbedarf infolge Berufstätigkeit zu decken. So fordern es die Demoteilnehmer. Immer wieder taucht bei diesen Forderungen die Frage auf, wer das bezahlen soll. Dazu muß man wissen, daß seit 1989 in Deutschland folgende Steuersenkungen vorgenommen wurden:

    • Die Körperschaftssteuer (das ist die Steuer der großen Konzerne und Banken) wurde von 56 % auf 15 % abgesenkt. Zum Vergleich: der Eingangssteuersatz eines jeden Lohnabhängigen beträgt 16 %!

    • Der Spitzensteuersatz der Einkommensteuer (für Höchsteinkommen) wurde von 56 % auf 42 % verringert.

    • Die Vermögenssteuer wurde vollkommen ausgesetzt

    • Die Kapitalertragssteuer wird heute als Abgeltungssteuer erhoben. Erträge aus Wertpapieren (Aktien, Anleihen u. ä.) wurden ehemals - abhängig von deren Höhe - mit bis zu 56 % versteuert. Heute werden sie gleich seitens der Bank abgezogen (abgegolten) und betragen einheitlich nur noch 25 %.

    • Auch die Erbschaftssteuer wurde reduziert und soll noch weiter reduziert werden.

Es ist also genug Geld da, um soziale Selbstverständlichkeiten zu finanzieren. Doch das Geld ist in den falschen Taschen. Deutschland ist kein armes Land. Zwar gibt es immer mehr Arme, aber die Reichen werden immer reicher. Es ist für Betroffene ein Hohn, daß in der Gesamtsumme die Rechnung dann wieder „stimmt“.

   
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