Themenschwerpunkte der Redebeiträge:

Fast jeder zweite Deutsche, der ab 2030 eine Rente beantragt, wird unter dem Hartz-IV-Niveau leben müssen, wenn er oder sie nicht zusätzliche Sozialleistungen beantragt. Laut den aktuellen Berechnungen der gesetzlichen Rentenversicherungen werden fast 50 Prozent der künftigen Rentner unter der Armutsgrenze leben. Die gesetzliche Rente reicht nicht zum späteren Leben. Diese Prognose besteht schon längere Zeit. Daß aber die Anzahl der Betroffenen so drastisch hoch ausfallen wird, ist eine düstere Prognose.

Der Grund für diesen massiven Leistungsabfall liegt am seit Jahren sinkenden Niveau der Rente. Ab 2030 soll es auf gerade einmal 43,5 Prozent des Bruttodurchschnittslohns der gesamten Lebensarbeitszeit fallen. Diese Entwicklung wurde noch zu Zeiten der Schröder-Regierung eingeleitet. Zum Ausgleich sollte die „Riester-Rente“ angeblich einen „privaten“ Ausgleich schaffen. Sichere Nutznießer dieser Rentenpakete sind die Versicherer. Der Erfolg für die Versicherten ist mehr als zweifelhaft.

Aber der wahre Grund ist die Schaffung des Niedriglohnsektors. Immer mehr Menschen müssen für wenig Geld arbeiten. Wenn der Bruttodurchschnittslohn weiterhin konstant bestehen bleibt, dann verdient heute ein Großteil der Arbeitnehmer in Deutschland viel zu wenig, um später von der Rente einigermaßen leben zu können.

Doch könnte es auch noch schlimmer werden. Zusätzlich wächst auch die Zahl derjenigen, die sich aufgrund fehlender Arbeitsangebote selbständig machen müssen und dennoch von einem Lohn im prekären Bereich leben müssen. Für eine freiwillige Rentenzahlung bleibt da nichts mehr übrig.

Zusätzlich erhöht sich die Zahl derjenigen, die nur in Mini-Jobs arbeiten. Und trotzdem steigen die Renten bis 2029 durchschnittlich nur um etwa 2 Prozent pro Jahr. Von den Reallöhnen koppelt sich die Rente damit immer mehr ab. Das Rentenniveau - das Verhältnis der Rente zu den Löhnen - liegt laut den Berechnungen bei etwa 48 Prozent. Unter 43 Prozent soll es laut politischer Vorgabe bis 2030 aber nicht fallen. Soll nicht fallen ... Und laut gegenwärtiger politischer Vorgabe ...

Die nächsten Termine:

  • 25.04.2016 - 17:00 Uhr: 566. Montagsdemo
    Die Demonstration/Kundgebung findet auf dem Roßmarkt, Ecke Roßmarkt-Judenstraße-Wendische Straße in Zeitz statt. Wir bitten um rege Teilnahme und pünktliches Erscheinen.

Der Offene Runde Tisch Zeitz, ORTZ

   
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